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Geschichten vom Segeln in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift segeln |
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Drama vor Dover |
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Die zweite Reise von
Hamburg nach Valparaiso endete für den größten Rahsegler seiner Zeit im
Desaster. Nur sechs Tage nach dem Auslaufen fiel das Schiff einer Verkettung
von unglücklichen Ereignissen zum Opfer: Leichter Nebel und eine fatale
Fehlentscheidung an Bord des Dampfers Brighton besiegeln ihr Schicksal –
Kollision, Strandung, Verfall |
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Wie aus dem Nichts lösen sich vor Kapitän Nissens Augen in der Nacht zum 6. November 1910 die Topplichter des Postdampfers Brighton aus der Dunkelheit einer diesigen Nacht im Englischen Kanal. Im falschen Vertrauen auf die Maschine versucht der Kapitän der Brighton noch vor dem Bug den Weg der Preussen zu kreuzen. Dem erfahrenen Nissen bleiben nur Sekunden, um „Hart Backbord“ zu befehlen und die Achterrahen back brassen zu lassen. – vergeblich. Der Bug des Fünfmasters reißt ein mehrere Meter großes Loch in die Backbordseite des Dampfers und schlägt dabei selbst Leck. Doch damit beginnt erst der letzte Kampf der Preussen: Auf dem Rückweg zum Nothafen Dover baut sich über dem englischen Kanal ein Weststurm auf. Nissen beschließt, in Hafennähe unter Landschutz zu ankern und die Schäden provisorisch zu beheben. Beide Anker halten – ihre Trossen jedoch nicht und der Rahsegler driftet auf eine Sandbank. Drei Schleppern gelingt es sie zu befreien und zum schützenden Hafen von Dover zu bringen. Doch Wind und Strom sind wieder zu stark: Eine Schlepptrosse bricht vor dem Hafen und der Versuch, sich frei zu segeln, scheitert. Quergeschlagen treibt die Preussen auf die felsige Küste. Zwei Tage rollt sie in den Brechern, bevor eine sichere Bergung von Mannschaft und Ladung möglich wird. Die Preussen bleibt, in der Mitte zerbrochen, zwischen den Felsen zurück. Zwanzig Jahre dauert es, bis ihre letzten Spuren im Schlick vor Dover versinken. |
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