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Geschichten vom Segeln in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift segeln |
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Sieg für Victoria |
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Am spanischen Hof war man der Meinung, dass nicht die Qualität eines Schiffes , sondern der feste christliche Glaube die Seefahrer über die Meere trug. Eine These, die den jämmerlichen Zustand der Schiffe Ferdinand Magellans erklärt, die er 1519 gestellt bekam. |
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Magellans Flotte, beschrieb ein portugiesischer Spion im Jahr 1518, „ist morsch und geflickt. Mit solchen alten Kisten würde ich nicht einmal zu den Kanarischen Inseln segeln wollen.“ König Manuel I. von Portugal war beruhigt, denn für ihn war der alt gediente Seefahrer Ferdinand Magellan nur noch ein Verräter. Schließlich war letzterer aus dem aktiven Dienst für Portugals Krone ausgeschieden und hatte stattdessen dem spanischen König angeboten, den westlichen Seeweg zu den Gewürzinseln Ostasiens zu finden. Eine Schmach für Portugal, wenn Magellan dies auch schaffen sollte, zumal portugiesische Schiffe die bekannten Routen bewachten. Die Chancen, dass Magellan scheitern würde, standen gut. Denn die fünf Schiffe, die ihm Spanien für dieses Unternehmen zur Verfügung stellte, waren in der Tat in einem solch desolaten Zustand, dass sie zunächst in eine Werft nach Sevilla gesegelt werden mussten, um sie notdürftig zu reparieren. Als die Schiffe endlich für seetüchtig erklärt wurden, konnte die Entdeckungsreise losgehen: Am 10. August 1519 verließen die Victoria, die Concepcion, die Santiago, die Trinidad und San Antonio unter Böllerschüssen und mit 257 Mann Besatzung Sevilla zu einer Reise, von der es für die meisten keine Wiederkehr gab. Von Anfang an stand das Himmelfahrtskommando unter keinem guten Stern. Die Schiffe waren nach wie vor in keinem wirklich guten Zustand, das erste ging bereits im August und das zweite im Oktober 1520 verloren. Auch hatten die Händler längst nicht alle Lebensmittel geliefert, die jedoch bezahlt worden waren. Und so herrschten an Bord katastrophale Verhältnisse, die der Chronist Antonio Pigafetta mit drastischen Worten beschrieb: „Um nicht Hungers zu sterben, aßen wir das Leder, mit dem die Rahen zum Schutz der Taue umwunden waren. Es war so hart, dass wir sie fünf Tage lang in Meerwasser tauchen mussten, um sie weicher zu machen. Dann brieten wir sie auf Kohlen und würgten sie, von Ekel geschüttelt, durch die Kehle. Oft mussten wir auch Sägespäne essen.“ Trotz Entbehrungen kämpfte sich Magellan immer weiter. Am 27. April 1521 kam er bei Gefechten auf der philippinischen Insel Limasawa ums Leben. Nur der Victoria gelingt es unter der Leitung von Juan Elcano die Rückkehr nach Spanien und die Vollendung der ersten Weltumseglung. Nur 18 von 257 Mann hatten überlebt. |
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