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Geschichten vom Segeln in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift segeln |
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Kriegsdienstverweigerer |
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Das Kanonenboot
Meteor sollte als Machtinstrument die Stärke der Kaiserlichen Marine in den
Auslandskolonien dokumentieren. Doch zum Ende des Ersten Weltkriegs gab es
keine Kolonien mehr, und aus dem Machtinstrument wurde kurzerhand eines der
bedeutendsten Forschungsschiffe der deutschen Geschichte. |
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Eigentlich sollte die Kaiserliche Werft Danzig Anfang 1914 ein „kleines Kanonenboot zum Schutz deutscher Kolonien im Ausland“ bauen. Doch als ein halbes Jahr später der erste Weltkrieg ausbrach, musste mit größeren und schlagkräftigeren Projekten begonnen werden. Halbfertig wird das Schiff im Winter 1915 auf den Namen Meteor getauft und vom Stapel gelassen. Nach Kriegsende beschließt die Marineleitung den Dampfer mit Hilfssegeln auszurüsten und als Vermessungsschiff einzusetzen. Dem wissenschaftlichen Interesse ging allerdings ein politisches voran: „Es habe gegolten, der Welt da draußen zu zeigen, dass die deutsche Wehrmacht zur See ... noch lebe”, notierte Schiffskapitän Spieß. Unter Leitung des Wissenschaftlers Alfred Merz läuft die Meteor am 16.April 1925 zu der über zwei Jahre dauernden Deutsch Atlantischen Expedition aus. Im Zick-Zack-Kurs werden zwischen dem afrikanischen Kontinent und Südamerika 13 Bodenprofile erstellt: 67.000 Lotungen und zahlreiche Proben auf der 67.535 Seemeilen langen Strecke ergeben zum ersten Mal ein detailliertes Bild vom Grund des Atlantiks. Für die damalige Zeit eine bahnbrechende technische und menschliche Leistung. Aber Merz, der sich jahrelang auf die Reise vorbereitet hatte, kann diesen Triumph nicht mehr erleben: Nur 14 Monate nach Beginn der Reise musste seine Crew ihn von Fieber und Atemnot gezeichnet in einem Hospital in Buenos Aires zurücklassen, wo er kurz darauf starb. |
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