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Geschichten vom Segeln in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift segeln |
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Der Erfinder des Antifoulings |
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Botaniker machten seinen Namen unsterblich – Louis-Antoine de Bougainville. Fast nie jedoch erwähnt man ihn in Aufzählungen über die größten Seefahrer des 18. Jahrhunderts. Dabei schrieb er mit seiner Weltumseglung im Jahr 1769 Seefahrtsgeschichte. |
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Die Gärten Ludwig XV. waren schnell voll mit dieser buschförmigen und leuchtend rot-violett blühenden Pflanze. Dass niemand so recht wusste, wie sie hieß, lag einfach daran, dass der Botaniker Philibert Commerson die Kletterpflanze erst 1769 von der Weltumseglung an Bord der Boudeuse mitgebracht hatte. Ihr Kapitän, der Naturwissenschaftler und Offizier Louis Antoine de Bougainville, erwies sich dabei als so exzellenter Seemann, dass der Botaniker den brasilianischen Kletterstrauch nach ihm benannte: Bougainvillea. In der Tat war Louis-Antoine de Bougainville kein Kapitän wie viele andere dieser Zeit. Er war vermögend, ein hochdekorierter Offizier sowie studierter Humanist und Naturwissenschaftler. Als solcher wollte er sich nur einen persönlichen Traum erfüllen. Mit eigenem Geld finanzierte er eine Reise in jene Gebiete der Erde, die „noch nicht von Zivilisation und Gesellschaft zerstört waren“. Als er seine „Weltumseglung“ vorbereitete, entschied er sich – sehr zum Missfallen der etablierten Seeleute – für eine verhältnismäßig schlank konstruierte Fregatte, von der er glaubte, dass sie nicht nur seetüchtiger, sondern auch schneller sein würde. Dem richtig getrimmten Rigg seines Schiffes maß er so viel Bedeutung bei, dass er Monate in der Werft mit der Berechnung verbrachte. Nichts überließ Bougainville dem Zufall. So wusste er, dass Bohrwürmer in den fernen Gewässern auch dem robustesten Rumpf zusetzen würden. Um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden wie die Schiffe vieler anderer Kapitäne vor ihm, ließ er den Rumpf der Boudeuse mit Millionen von Kupfernägeln beschlagen. Auf diese Weise hoffte er nicht nur die Bohrwürmer abzuhalten, sondern auch den Algenbewuchs zu verhindern. Die Manövrierfähigkeit war auf anderen Schiffen nicht selten dadurch beeinträchtigt, dass sie 20 Meter lange Algen hinter sich herschleppten. Im März 1769 – knapp zweieinhalb Jahre nach dem Auslaufen aus Brest – lief die Boudeuse im französischen Saint Malo wieder ein. Mit an Bord war übrigens die Post von etlichen Schiffen, die man auf der langen Reise überholt hatte und die erst Monate nach Bougainville in der Heimat ankommen sollten. Dass man allerdings durchaus den angenehmen Seiten des Lebens zugetan war, ist Bougainvilles Aufzeichnungen zu entnehmen: „Die Frauen auf den fremden Inseln sind äußerst freizügig. Schon für einen Schiffsnagel geben sie sich den Männern hin…“ |
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