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Geschichten vom Segeln in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift segeln |
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Des Teufels Dreieck |
| Außerirdische, Kraftfelder der untergegangenen Stadt Atlantis, Kompassirrungen – im Bermuda-Dreieck wüten merkwürdige Gewalten und richten über Leben und Tod der Seefahrer. So will es der Mythos, doch die Wahrheit ist (natürlich) eine andere… |
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"Gefahr wie ein Dolch, kommt schnell, wir können nicht mehr fliehen!“ Mit diesem mysteriösen Funkspruch verschwand der japanische Frachter Raifuku Maru von dieser Welt – im Jahre 1928, vielleicht war es auch 1924, und angeblich westlich der Bahamas. So geht das mit dem Bermuda-Dreieck: Es schluckt angeblich in riesigem Ausmaß Schiffe und Flugzeuge samt Besatzung – aber es verschlingt auch die Fakten. Der Mythos dieses Seegebietes, das grob zwischen den Bermudainseln, der Stadt Miami in Florida und der Insel Puerto Rico liegt, geht schon auf Kolumbus zurück. Der Seefahrer soll von „verrücktspielenden Kompanden und einer auf das Meer stürzenden Flamme“ berichtet haben. Voodoo See, des Teufels Dreieck, Twilight Zone… Seeleute erfanden diverse Namen für die ca. 500.000 Quadratmeilen im Atlantik. Außerirdische, die das Dreieck als bevorzugtes Menschen-Entführungs-Areal nutzten, „Kraftfelder“ der untergegangenen Stadt Atlantis, alles Erdenkliche sollte Ursache für das Verschwinden von Mensch und Material sein. Der Fantasie mancher selbsternannter „Forscher“ entsprangen abenteuerliche Erklärungen. So sei ein Schiff der US-Navy namens Cyclops von einer Riesenkrake gekentert worden, lautete nur eine der vielen Deutungs-Versuche. Aus dem Rätselraten um die Cyclops entstand sogar der berühmte Hollywood-Film „Der Untergang der Poseidon“. Frische Nahrung bekamen alle Verschwörungstheoretiker und Weltuntergangs-Gläubigen 1974, als in den USA ein Buch mit dem Titel „Das Bermuda-Dreieck“ erschien. Minutiös listeten die Autoren unterschiedlichste Vorfälle, tödlichen und mysteriösen Verlaufs auf, die ihrer Meinung nach dem schrecklichen Wassern in dieser Region zuzuordnen seien. Die Menschen, begierig nach Sensationen, stürzten sich auf das Werk. Millionen Exemplare verkauften sich weltweit, der Mythos erreichte seinen Höhepunkt. Schon ein Jahr später erschien ein fundiertes Gegenwerk, das mit allen Rätseln aufräumte: Weder seien magnetische Anomalien, noch irgendwelche anderen Naturereignisse an Unfällen im Bermuda-Dreieck schuld. Im Gegenteil, ein gefährliches Teufels-Dreieck gibt es gar nicht: Untersuchungen ergaben, dass hier nicht mehr passiert als in allen anderen Ecken der Welt. Nur wurden, der Mythos wollte ja genährt werden, auch Unfälle z.B. aus der Irischen See gerne dem Dreieck zugeschrieben. So auch beim Frachter Raifuku Matu. Er sank in einem gewöhnlichen Sturm weit jenseits des Bermuda-Dreiecks. |