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Geschichten vom Segeln in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift segeln |
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Schock für den Premierminister |
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Als Edward Heath 1970 britischer Premierminister wurde, hatten die Sicherheitsbeamten ein riesiges Problem: Wie konnte man den passionierten Hochseesegler vor Gefahren schützen? 1974 entkam „Ted“ nur durch Zufall dem Untergang seiner Yacht Morning Cloud. |
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Aus dem Untersuchungsbericht: „Als die Morning Cloud noch sechs oder sieben Meilen vor Owens Feuerschiff stand, wurde sie von einer besonders großen See getroffen und flach aufs Wasser gelegt. Als sie sich wieder aufgerichtet hatte, bemerkte der Skipper, dass ein Besatzungsmitglied über Bord gegangen war und an seinem Sicherheitsgurt hing. Die Besatzung brauchte mehrere Minuten, ehe sie die Person wieder an Bord hatte. Erst dann fiel ihr auf, dass ein weiterer Mann über Bord gegangen war. Das Boot wurde von einer zweiten Grundsee getroffen Diesmal kam gerade einer der Männer (Christoffer Chadd) durch den Niedergang nach oben und wurde über Bord gewaschen. Er trug seine Rettungsweste, war aber noch nicht eingepickt. In der gewaltigen See konnten sie ihn noch kurz sehen, dann war alles aus.“ Die als unsinkbar gepriesene Hochseeyacht Morning Cloud des britischen Premierministers Edward Heath war verloren. Haushohe Wellen von bis zu zwölf Metern schlugen auf das Deck ein. Durch ihre Wucht wurden die Luken abgerissen, tonnenweise Wasser strömte unter Deck. – es blieb nur noch die Aufgabe der Yacht. Mit übermenschlicher Kraftanstrengung kletterten die fünf Überlebenden, von denen zwei schwer verwundet waren, in die Rettungsinsel, in der sie acht Stunden durcheinander gewirbelt, ehe sie an den Strand geschleudert wurden. Unterdessen verbreiteten einige Radiosender in England die Meldung, dass Premierminister Heath an Bord und vermutlich ums Leben gekommen sei. Tatsächlich jedoch befand er sich an jenem Tag bei einem Treffen seines früheren Regiments in Antwerpen. Mit den ehemaligen Kameraden hatte er den 30. Jahrestag der Befreiung der Stadt gefeiert. Über sein Büro in London wurde Edward „Ted“ Heath über die Ereignisse an Bord seiner Yacht informiert. In späteren Untersuchungsberichten über die Havarie wurde auch nach einer Mitschuld des Eigners geforscht, der „leichtfertig“ eine Überführungscrew ihrem Schicksal überlassen habe. Doch schnell konnten die Vorwürfe entkräftet werden. Dennoch: Der ehemalige Admiral’s Cup Champion (1970 mit der ersten Morning Cloud) erholte sich nie recht von dem erlittenen Schock. Zwar nahm er mit seiner neuen Yacht – und nach dem Ende seiner Amtszeit 1974 – immer wieder an Regatten teil, aber „alles war“, wie er sagte, „nicht mehr so unbeschwert wie früher“. |
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